Abi 2011 - Elternbeirat des Gymnasiums der Benediktiner Kloster Schäftlarn

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Abi 2011

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Aus dem Münchner Merkur vom 6.6.2011

Kloster Schäftlarn
- Es ist eine Tradition unserer Zeitung, die vier Besten eines jeden Abiturjahrgangs näher zu beleuchten. Umso erstaunlicher ist, wenn diese wie in Schäftlarn auch gleichzeitig die Best-Note abräumen.

Vier strahlende Gesichter über vier mal 1,0: (v.l.) Nora Pohle , Jonas Hörsch, Natalie Simon und Moritz Mörtl freuen sich vor der Klosterschule Schäftlarn über ihr Traumabitur. fotos: (2) jesa

Von 39 Schülern ereichten vier das ultimative Ergebnis 1,0 - ein Resultat, auf das das Gymnasium im „Kloster Schäftlarn“ mehr als nur stolz ist: „Dieser Jahrgang war immer außergewöhnlich“, sagt Reinhard Rosenbeck, stellvertretender Schulleiter, über die ersten G8-Abiturienten seines Gymnasiums.

Die Spitzenabschlüsse seien aber vor allem dem außerordentlichen Engagement der Lehrer zu verdanken, mischt sich Moritz Mörtl ein. Der 18-jährige, der mit der Fächerkombination Deutsch, Mathe, Englisch, Biologie und Religion die Traumnote 1,0 abräumte, spricht den großen Erfolg des Jahrgangs voll und ganz den Lehrern zu, die sich in den Osterfeiern jeden Tag Zeit für ihre Schützlinge genommen haben: „Es ist keine Selbsverständlichkeit, auch in den Ferien Unterricht zu machen. Wir wurden ideal vorbereitet“, schwärmt Maximilian. Der Schüler ist im Roten Kreuz sehr aktiv: „Ich will jetzt eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machen und dann Medizin in München studieren“, so Moritz fest entschlossen.

In den Bereich Naturwissenschaften zieht es auch die 18-jährige Nora Pohle. Der Schülerin mit dem Traumabitur fehlt das zusätzliche Jahr auf der Schule aber schon: „Dann könnte ich vielleicht mit mehr Sicherheit diese schwierigen Entscheidungen fürs Leben treffen“, findet die leidenschaftliche Reiterin. In Mathe Deutsch, Griechisch, Geografie und Physik absolvierte Nora das Abitur - schwierig fand sie es nicht: „Vor allem Griechisch war total interessant“, sagt sie .

Der 17-jährige Jonas Hörsch ist ebenfalls gut mit den Prüfungen zurecht gekommen und freut sich, ein Jahr gewonnen zu haben: „Ich werde jetzt arbeiten und viele Praktika im Ausland machen um meine Studienwahl - BWL und Philisophie - zu festigen.“ Der erste „moralische“ Investment Banker will er werden, scherzt Jonas.

Natalie Simon sieht ihre Zukunft noch ungewiss. Praktika in den USA und England sowie eine Sprachreise nach Paris sollen daher auf die Sprünge helfen. Das Abitur hat sich die 17-Jährige schwieriger vorgestellt: „Es war alles so schnell vorbei, schade eigentlich“, resümiert Natalie. Traurig über den Abschied ist auch Rosenbeck: „Wir sind natürlich wehmütig, einen so guten Jahrgang, mit 23 mal einer Eins vor dem Komma, gehen zu lassen.“
Quelle: Merkur-online 6.6.2011

Aus dem Kultusministerium im Mai 2011

Zwei Tage vor Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse hat das Kultusministerium die Kriterien fürs Bestehen des ersten bayerischen G8-Abiturs geändert. Gegen 13 Uhr am Mittwoch erhielten alle bayerischen Gymnasialschulleiter per Mail ein kultusministerielles Schreiben. In dem wortreichen, von Ministerialdirigent Walter Gremm unterzeichneten Text stand, dass „Optionen“ blieben, „um der Situation des ersten Prüfungsjahrgangs Rechnung zu tragen“. Auf der „Basis der Monitoringergebnisse“ habe das Staatsministerium entschieden, „die zur Verfügung stehende Flexibilität im Sinne der Chancengerechtigkeit zu nutzen“. Sodann wurden die Schulleiter darüber informiert, dass die Kriterien fürs Bestehen des Abiturs „feingesteuert“ würden.
„Feinsteuerung“ bedeutet in diesem Fall aber nichts anderes, als dass die Minimalanforderungen fürs Bestehen des Abiturs in allerletzter Minute abgesenkt wurden. „Vor dem Mittwoch konnten die Schüler das Abi nur dann bestehen, wenn sie in zwei schriftlichen Abifächern mindestens fünf Punkte und im dritten schriftlichen Abifach mindestens einen Punkt hatten“, erklären auf Anfrage dieser Zeitung etliche Oberstufenbetreuer. Seit Mittwoch, 13 Uhr, gilt diese Vorgabe nicht mehr. Seither können die bayerischen Schüler auch dann bestehen, wenn sie nur in einem schriftlichen Abi-fach fünf Punkte erzielen. Fürs zweite Fach reichen jetzt vier Punkte, fürs dritte Fach ein Punkt. (Quelle Mainpost)

Erste Bilanz zum G8 Abitur des Kultusministerium

 
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